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Dr. Peter Moser
Nachhaltige Regionalentwicklung, Erneuerbare Energien und Umweltpolitik
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Bioenergie
Technologien zur energetischen Nutzung von Biomasse haben in einigen Bereichen bereits einen hohen technischen Stand erreicht. Dazu zählt insbesondere die schon weit verbreitete thermische Konversion. Auf dem Gebiet der Stromerzeugung aus Biomasse besteht jedoch noch ein erheblicher Forschungs- und Entwicklungsbedarf einerseits und ein sehr großes unerschlossenes Anwendungspotenzial andererseits. Ein wesentlicher Vorteil der Biomasse gegenüber anderen Formen der erneuerbaren Energie liegt in der Flexibilität der Nutzung. So kann Biomasse für die Strom-, Wärme- und Kraftstoffbereitstellung eingesetzt werden. Außerdem kann Biomasse entweder direkt nach mechanischer Aufbereitung, nach chemischer Umwandlung oder biologischer Umwandlung erfolgen (LUBW).
Die Europäische Kommission setzt in ihrem Weißbuch "Energie für die Zukunft: Erneuerbare Energieträger" ein ambitioniertes Ziel für die künftige Nutzung erneuerbarer Energien. Bis zum Jahr 2010 sollen 12 % des Bruttoinlandsenergieverbrauchs in der Europäischen Union durch erneuerbare Energien gedeckt werden, was etwa einer Verdopplung des heutigen Anteils entspricht. Rund drei Viertel des dazu notwendigen Wachstums entfallen auf die Biomasse. Beim energetischen Einsatz von Biomasse müssen nicht nur die Auswirkungen auf die Klimabilanz, sondern auch auf die Versorgung mit Nahrungsmitteln bzw. auf mögliche Nutzungskonkurrenzen berücksichtigt werden.
Die Bioenergie leistet zum Energieverbrauch in Deutschland den größten Beitrag aller Erneuerbaren Energien. Der Absatz von Biokraftstoffen und Holzpellets nahm in den vergangenen Jahren deutlich zu und auch die Stromerzeugung aus Biogas wurde erheblich gesteigert. Die Bioenergie-Branche machte 2006 einen Gesamt-Umsatz von mehr als 8 Milliarden Euro. Über ein Drittel davon wurde in neue Anlagen investiert. Mit knapp 100.000 Arbeitsplätzen ist die energetische Biomasse-Nutzung der beschäftigungsintensivste Bereich der erneuerbaren Energien.
Im deENet haben sich Ingenieurbüros, Unternehmen und Forschungsinstitute zusammengeschlossen, die über ein umfangreiches Know-how bei der Biomassenutzung verfügen.
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