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Pressemitteilungen
Sechs nordhessische Stadtwerke gründen die SUN
Stadtwerke Union für regenerative und dezentrale Energien

Erstes Kooperationsprojekt der SUN: Ausbau der Infrastruktur für Elektromobilität. Foto: deENet, Bonn![]()
Wolfhagen, 8. März 2011. Der nordhessische Energiemarkt ist in Bewegung. Sechs Stadtwerke aus Bad Sooden-Allendorf, Eschwege, Homberg (Efze), Kassel, Witzenhausen und Wolfhagen haben offiziell die Stadtwerke Union Nordhessen (SUN) gegründet.
Nachdem die Stadt- und Gemeindeparlamente der sechs Kommunen der Gründung und dem Beitritt ihres Stadtwerkes zugestimmt hatten, unterzeichneten die Vorstände und Geschäftsführer der sechs beteiligten Energieversorger am 8. März in Wolfhagen den Gründungsvertrag. Die Partner wollen kommunale Versorgungsstrukturen weiterentwickeln, andere Kommunen bei der Gründung eigener Stadtwerke unterstützen und den Ausbau erneuerbarer und dezentraler Energien für Nordhessen vorantreiben. Eines der ersten Projekte ist die Elektromobilität. Ein System für eine Flächen deckende Ladeinfrastruktur hat die SUN bei der Gründungsveranstaltung bereits präsentiert.
Zur Gründung der SUN haben die sechs Stadtwerke ein erstes Kooperationsprojekt vorgestellt, den Ausbau der Infrastruktur für Elektromobilität. Derzeit gibt es in Nordhessen lediglich in Kassel zwei öffentliche Ladestellen für Elektromobile. Das soll sich nach dem Willen der SUN ändern. Die Stadtwerke-Chefs und die Bürgermeister stellten ihren Plan vor, in jeder der beteiligten Städte mindestens zwei Ladesäulen im öffentlichen Raum zu installieren. "Wer elektrisch mobil sein möchte, braucht eine Infrastruktur, die es erlaubt, jederzeit nachzutanken. Das werden wir für Nordhessen vorantreiben. Damit bringt die SUN die Region Nordhessen bundesweit ganz nach vorn", so der Oberbürgermeister der Stadt Kassel Bertram Hilgen.
Das E-Mobilitäts-Projekt zeigt nach Ansicht der SUN-Mitglieder, dass eine regionale Kooperation unter gleichberechtigten Partnern allen Beteiligten nutzt. "Durch unsere Zusammenarbeit können wir Projekte realisieren, die keiner der Partner alleine umsetzten könnte. Wir bauen gemeinsam Kompetenzen auf und sind nicht von externen Unternehmen und Beratern abhängig. Regionale Zusammenarbeit unterstützt die Entwicklung in ganz Nordhessen. Wir stärken die Wirtschaftskraft, bauen Arbeitsplätze auf und bieten Perspektiven für die Zukunft", so Andreas Helbig, Vorstandsvorsitzender der Städtischen Werke aus Kassel.
Der Ausbau der regenerativen Erzeugung und die damit zusammenhängende Unabhängigkeit beim Energieeinkauf ist eines der zentralen Ziele der SUN. Dazu ist nach Ansicht von Martin Rühl, Stadtwerkechef aus Wolfhagen und Geschäftsführer der SUN, vor allem der Zugang zu den Strom- aber auch Gasnetzen vor Ort wichtig: "Wir wollen den Anteil der regenerativen Energien ausbauen. Dazu müssen wir Einfluss auf die Energienetze nehmen können, um deren Struktur anzupassen. Die Erfahrung bei uns in Wolfhagen zeigt, dass gerade auf lokaler Ebene kommunale Versorger diesen Einfluss wahrnehmen. Die SUN wird uns in Zukunft helfen, durch eine gezielte Kooperation auf technischer Ebene die Netze fit für die Zukunft zu machen."
Grundgedanke der SUN ist die Kooperation. Jedes Mitglied unterstützt die Partner mit seinem Expertenwissen. Nicht jedes Stadtwerk muss jede Dienstleistung selbst erbringen können. Das fördert die Wettbewerbsfähigkeit der kommunalen Stadtwerke und stärkt eine unabhängige regionale und umweltgerechte Energieversorgung. "Zum Wohle kommunaler Selbstbestimmung und einer starken Region teilen wir Aufgaben und bauen neue Kompetenzen gemeinsam auf", sagt Markus Lecke, Geschäftsführer der Stadtwerke Eschwege. Das unterstreicht auch Wolfgang Imberger, Vorstand der KBG Homberg: "Jedes Stadtwerk hat seine Stärken und hält spezielle Ressourcen vor. Es ist ökonomisch sinnvoller, diese Ressourcen zu teilen und nicht sechs Mal parallel aufzubauen."
Energieversorgung ist arbeitsintensiv, gerade wenn sie sich zunehmend aus regenerativen Quellen speist. "Daher helfen regional verwurzelte Stadtwerke, qualifizierte Arbeitsplätze vor Ort zu erhalten und zu schaffen. Sie stützen die lokale Wertschöpfung und verhindern den Kapitalabfluss aus dem ländlichen Raum. Kurz: Kommunale Energieversorger schaffen Perspektiven für die Menschen in ihrer Heimat", betont Thomas Meil, Stadtwerkechef aus Witzenhausen.
Die sechs SUN-Mitglieder verstehen das Bündnis nicht als geschlossenen Kreis. "Im Gegenteil, wir sind offen für neue Mitglieder. Nordhessische Städte und Gemeinden sind eingeladen, sich in die SUN einzubringen. Wir helfen auch, neue Stadtwerke zu gründen und Versorgungsstrukturen aufzubauen. Im Mittelpunkt steht dabei immer: Gleichberechtigung der Mitglieder und gemeinsamer Einsatz für unsere Ziele", erläutert Wolfgang Grunewald, Betriebsleiter der Stadtwerke Bad Sooden-Allendorf, die Prinzipien der SUN.
DOWNLOAD (ppt):
"ENERGIEVERSORGUNG MIT WEITBLICK/ SUN - Stadtwerke Union Nordhessen"
Quelle: Städtische Werke AG Kassel, www.sw-kassel.de
08.03.2011 16:57 Alter: 1 Jahre







