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Fraunhofer-Institut für Bauphysik
Gottschalkstraße 28a
34127 Kassel
Tel: 0561-8041871
Fax: 0561-8041870
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Fraunhofer-Institut für Bauphysik

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Fraunhofer-Institut für Bauphysik
Das Fraunhofer-Institut für Bauphysik IBP befasst sich an seinen Standorten in Stuttgart, Holzkirchen bei München und seit Juli 2005 in Kassel mit der Forschung, Entwicklung, Prüfung, Demonstration und Beratung auf allen Gebieten der Bauphysik und deren Anwendung in der Praxis. Das Institut arbeitet in enger Kooperation mit Industriepartnern an der Markteinführung neuer und umweltverträglicher Verfahren, Baustoffe, Bauteile und Bausysteme. Vertragspartner sind Unternehmen aus dem Bauwesen, dem Maschinen- und Anlagenbau, Bauträger und Architekten, Planungs- und Genehmigungsbehörden, öffentliche und private Bauforschungsträger. Leistungsfähige und teils einmalige Prüfeinrichtungen erlauben die Durchführung komplizierter bauphysikalischer Untersuchungen. Das Institut ist eine bauaufsichtlich anerkannte Stelle für die Prüfung, Überwachung und Zertifizierung von Bauprodukten in Deutschland und Europa.

Mit seinen insgesamt sieben Abteilungen, Akustik, Hygrothermik, Raumklima und Klimawirkungen, Wärmetechnik, Bauchemie, Baubiologie und Hygiene, Ganzheitliche Bilanzierung sowie seit 2008 der Abteilung Energiesysteme deckt das Institut alle wesentlichen Bereiche der Bauphysik ab.

Das Fraunhofer-Institut für Bauphysik ist über Institutsleiter Univ.-Prof. Dr.-Ing. Gerd Hauser, stellvertretender Verbundssprecher, und Abteilungsleiter Tekn. Dr. Dietrich Schmidt eng in den Fraunhofer Themenverbund ENERGIE eingebunden, der 10 Fraunhofer-Institute zusammenschließt, um fachübergreifend an Lösungen für zukünftige Anforderungen im Bereich einer zukunftsfähigen Energieerzeugung und einem effizienten Einsatz von Energie zu arbeiten und zu forschen.

Wissen schaffen - Wissen transferieren - auf Wissen bauen
Die Abteilung Energiesysteme des Fraunhofer-Institutes für Bauphysik konzentriert sich mit ihrer Projektgruppe Kassel auf die Bereiche der rationellen Energieverwendung, der regenerativen Energieerzeugung und des umweltbewussten Bauens.

Schwerpunkte in diesen Themenfeldern bilden innovative Systeme im Bereich der Anlagentechnik, Niedrigexergiesysteme sowie die Betrachtung energetischer Zusammenhänge auf kommunaler und regionaler Ebene.

Die Entwicklung und Bewertung von Energieversorgungskonzepten für Gebäude
und Siedlungen stellt einen Arbeitsschwerpunkt der Gruppe Anlagentechnik dar.
Die Untersuchungen verfolgen hierbei einen integralen Ansatz zur Betrachtung von anlagentechnischen Komponenten und Gebäude und zielen auf größtmögliche Energieeffizienz sowie eine optimale Integration von erneuerbaren Energien wie z.B. Solarthermie oder Erdwärme ab.

Innerhalb der Gruppe Niedrigexergiesysteme werden Ansätze für eine neue und umfassendere Betrachtungsweise der energetischen Prozesse innerhalb von Gebäuden und Kommunen entwickelt. Der Begriff der Exergie bedeutet eine Kennzeichnungsform für energetische Abläufe in dem Sinne, dass Energie nicht nur über die Menge sondern auch über die Qualität beurteilt wird. Diese veränderte Betrachtungsweise von Energieflüssen ermöglicht eine neue Herangehensweise an das Themenspektrum der Energieeinsparung und führt zu neuen, verbesserten Systemlösungen. Diese bieten besonders große Effizienzpotentiale, wenn der Betrachtungsraum sowohl die Bedarfs- als auch die Erzeugeroptimierung einschließt. Aus diesem Grund befasst sich die Gruppe Niedrigexergiesysteme in einem Schwerpunkt mit der Optimierung von kommunalen und regionalen Energiekonzepten.

Das Fraunhofer-Institut für Bauphysik erreicht mit der Projektgruppe eine Stärkung des Standortes Kassel und Nordhessen. Von Stuttgart und Holzkirchen aus erschließt das IBP bisher den süddeutschen Markt. Durch die Positionierung in Kassel wird für den mittel- und norddeutschen Raum ein ergänzendes Angebot gemacht.

Kompetenz in Nordhessen
Im Einzelnen umfasst das Tätigkeitsspektrum des Institutes in Kassel die folgenden Bereiche:
  • Planung, Betreuung und Beurteilung von Niedrigenergie-, Niedrigentropie-,3-Liter-und Null-Heizenergiehäusern und -siedlungen;
  • Verfahrensentwicklung zur Bilanzierung, Bewertung und Optimierung von kommunalen Energiekonzepten;
  • Untersuchungen zur Bedarfsminimierung sowie der energieeffizienten Restbedarfsdeckung unter Einbeziehung von erneuerbaren Energien;
  • Erarbeitung von energetischen Sanierungskonzepten für den Gebäudebestand und deren Umsetzung in baupraktische Lösungen;
  • umfassende und integrative Betrachtung von Gebäude, Gebäudehülle und Anlagentechnik;
  • Entwicklung von anlagentechnischen Komponenten, Fassadensystemen und vorgefertigten Bauteilen unter Berücksichtigung einer optimalen Abstimmung von Anlagentechnik und Gebäude;
  • Beurteilung und Ermittlung des sommerlichen Temperaturverhaltens von Gebäuden und der strahlungsphysikalischen Kennwerte von Komponenten;
  • Entwicklung von effizienten Energieversorgungskonzepten für Gebäude und Siedlungen;
  • Konzeptentwicklung zur Integration erneuerbarere Energien zur Wärme- und Kälteerzeugung
  • Einsatz neuartiger Regelstrategien;
  • Mitarbeit in nationalen und internationalen Normengremien und Richtlinienkomitees.
Die Forschungs- und Entwicklungsarbeiten der Abteilung Energiesysteme werden durch
Prüfungen, Simulationsuntersuchungen und die Durchführung von Demonstrationsvorhaben ergänzt.