Nordhessen

Die Gründung des Fachgebiets "Elektrische Energieversorgungssysteme" der Universität Kassel im Jahr 1975 war ein wesentlicher Impuls zur wirtschaftlichen Entwicklung der Region Nordhessen. Die dort unter Leitung von Prof. Werner Kleinkauf begonnenen Forschungs- und Entwicklungsarbeiten können als Startpunkt einer neuen Energiesystemtechnik für dezentrale erneuerbare Energien betrachtet werden. Das Fachgebiet war auch Ausgangspunkt zur Gründung des Instituts für Solare Energieversorgungstechnik ISET e.V., das 1988 entstand und 2009 in das Fraunhofer-Institut für Windenergie und Energiesystemtechnik IWES überführt wurde. Im Jahr 1981 erfolgte die Gründung des Unternehmens SMA, das mittlerweile als SMA Solar Technology AG mit mehr als 5.300 Mitarbeitern einen wichtigen Beitrag zur wachsenden Innovations- und Wirtschaftskraft und zur Energiewende in der Region Nordhessen leistet. Dies gilt auch für viele weitere Unternehmen, besonders aus dem Bereich der innovativen Wärmeerzeugung, wie zum Beispiel Wagner & Co und die Viessmann Werke GmbH & Co. KG, die in die Region und die Branche investiert haben. Ein bedeutender Erfolgsfaktor für die positive Entwicklung Nordhessens ist zudem die enge Kooperation zwischen regionaler Wirtschaft, Wissenschaft und Politik.

Modellregion Nordhessen

Nordhessen liegt in der Mitte Europas und bildet, gemessen an der Erreichbarkeit, das geographische Zentrum Deutschlands. Im Bundesland Hessen stellt Nordhessen nach der Region Rhein-Main den zweitgrößten Wirtschaftsraum dar. Die Einwohnerzahl beläuft sich auf knapp 1 Million. Die Region umfasst die fünf Landkreise Hersfeld-Rotenburg, Kassel, Schwalm-Eder, Waldeck-Frankenberg, Werra-Meißner sowie die kreisfreie Stadt Kassel.