Entwicklungsziele

Durch die "Energiewende" im Jahr 2011 als Reaktion auf die Reaktorkatastrophe von Fukushima haben sich die gesellschaftliche Rolle und Bedeutung der Erneuerbaren Energien grundsätzlich verändert. Ziel ist mittlerweile nicht mehr nur die vermehrte Integration Erneuerbarer Energien in die bestehende Versorgungsstruktur, sondern vielmehr der komplette Umbau (Transformation) des Energiesystems.

Auch deENet setzt sich in Nordhessen dafür ein, dass die Region gemeinsame Ausbauziele für Erneuerbare Energien und Energieeffizienz politisch beschließt und durch kluge Schwerpunktsetzungen die besonderen Stärken der Region herausstellt werden. Politisch abgestimmte Ausbauziele sind wichtig, da sie den Rahmen für konkrete Umsetzungsschritte definieren und ein Monitoring der Zielerreichung ermöglichen.

Eine herausragende Position und nationale Alleinstellung kann die Region Nordhessen nach Auffassung von deENet gerade dann erlangen, wenn sie neben einem politisch flankierten, ambitionierten Erneuerbaren-Energien-Ausbau vor Ort gleichzeitig ihre besonderen Stärken im Bereich Forschung und Entwicklung und industrielle Produktion von dezentraler Energie- und Effizienztechnik herausstellt.

deENet Leitbild: Nordhessen 100% erneuerbar und effizient

deENet hat sich zum Ziel gesetzt, die Region Nordhessen zu einem international anerkannten Standort für Anwendung, für Forschung und Entwicklung sowie für Produktion und Dienstleistung im Bereich dezentraler Energieversorgungsysteme und Energieeffizienz auszubauen. Aufbauend auf der langjährigen erfolgreichen Kooperation zwischen regionaler Wirtschaft, Wissenschaft und Politik sollen weitere wegweisende Technologie- und Modellprojekte in diesem Wirtschaftszweig realisiert und die zügige Transformation der Energieversorgung auf regionaler Ebene vorangetrieben werden.

deENet möchte mit seinen  mehr als 100 Mitgliedsunternehmen als aktives Netzwerk, Informationsplattform und kompetenter Ansprechpartner fungieren und den Beweis antreten, dass Erneuerbare Energie und Energieeffizienz für Nordhessen nicht nur ökologisch, sondern auch ökonomisch sinnvoll sind. Die wesentlichen Ausbauziele, an denen sich die Region orientieren und messen lassen soll, sind dabei:

1. Ausbau dezentrale Energie- und Effizienztechnik vor Ort:

Strom: Anteil EE 100 % bis spätestens 2050, mindestens 1 GW installierte Leistung bis 2020

Wärme: Anteil EE 100 % bis 2050

Verkehr: entsprechend technischem Fortschritt sollen konkrete Ziele später definiert werden

2. Industrielle Produktion, Dienstleistung, Handwerk:

30.000 Arbeitsplätze bis 2025

3. Forschung & Entwicklung:

3.000 Beschäftigte in Forschung und Entwicklung bis 2025, einschließlich Industrie