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„Anpassung an den Klimawandel ist wichtiger denn je!“

Interkulturelles Projekt InterKlim startet mit Auftaktveranstaltung – Förderung durch Bundesumweltministerium bis 2020

Das Thermometer kletterte in den vergangenen Wochen in ganz Deutschland über 35 Grad. Die wochenlange Hitzewelle hatte auch Kassel fest im Griff. Eine Belastungsprobe insbesondere für ältere und kranke Menschen, sowie Schwangere und Kinder. Die extreme Trockenheit seit dem Frühjahr führt auch hier in Nordhessen zu Einbußen bei der Ernte. Einige Wissenschaftler sprechen bereits von einer „Heißzeit“, die auf uns zukomme – auch in den bislang eher gemäßigten mitteleuropäischen Breitengraden.

„Das Klima wird sich bei uns in den kommenden Jahrzehnten spürbar ändern. Länger anhaltende Hitzeperioden, Trockenheit und Starkregen werden auch unsere gemäßigten Breitengrade vermehrt treffen. Darauf müssen wir uns bereits jetzt vorbereiten, “ betont Armin Raatz, Geschäftsführer der Klima und Energieeffizienz Agentur (KEEA) aus Kassel. „Das Thema Klimaschutz, also vor allem die Einsparung von CO2, kennt jeder. Dass wir uns aber trotz aller Bemühungen auf gravierende Veränderungen unsere Klimas einstellen müssen, hat sich in der öffentlichen Wahrnehmung noch nicht so durchgesetzt, “ betont Thomas Duwe, einer der Projektleiter bei KEEA. Dazu gehöre auch die Frage, wie unsere Städte in Zukunft aussehen müssen, um besser auf die sich verändernden Bedingungen ausgerichtet zu sein. So habe man sich in den letzten Wochen mehr Schatten und kühlere Luft gewünscht. „Genau darum geht es in unserem Projekt InterKlim. Wir wollen Stadtplaner, Architekten, und Bauingenieure aus Ländern, die eine Tradition mit dem Bauen in einem heißen und trocknen Klima haben – z.B. aus Syrien, Türkei, Tunesien oder Eritrea – mit den gleichen Berufsgruppen hier aus Deutschland zusammenbringen. Wir sind sehr gespannt welche Ideen für den Umgang mit dem Klimawandel sich daraus entwickeln werden,“ erläutert der Diplom-Geoökologe. "Dafür suchen wir weiterhin Interessierte, die Lust haben bei dem Projekt mitzumachen,“ ergänzt Projektleiter Stephan Mascher.


Über das Prjekt InterKlim
Das Projekt „Interkulturelles Qualifizierungsnetzwerk zur Anpassung an den Klimawandel“ - kurz InterKlim - wird vom Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit bis Ende August 2020 gefördert. Gesamtziel des Projekts ist die Etablierung eines interkulturellen Netz-werkes in der Stadt Kassel zwischen lokalen und asylberechtigten Architekten, Ingenieuren, Planern und Handwerkern, um sich über Adaptionsmöglichkeiten an den Klimawandel auszutauschen. Zusammen sollen Anpassungsmöglichkeiten, wie sie bereits seither in den Herkunftsländern Anwendung finden, diskutiert werden. Zusätzlich bauen sie Kontakte zu potenziellen Mitarbeitern auf. Aus den Ergebnissen der Arbeitsgruppen sollen Lehrmaterialien entwickelt werden, die in Form von E-Learning-Modulen bereitgestellt werden.



Pressekontakt
Mirjam Hagebölling

KEEA - Klima und Energieeffizienz Agentur
Heckerstraße 6
34121 Kassel
Telefon:0561 25770
Email: hageboelling(at)keea.de
www.keea.de

Gruppenfoto Prokekt InterKlim

Interkulturelles Projekt InterKlim startet mit Auftaktveranstaltung